Destillation
Auch: Brennen, distillation
Der ganze Kniff beruht darauf, dass Ethanol bei 78,4°C siedet und Wasser erst bei 100°C. Der Dampf über einer erhitzten Maische ist deshalb reicher an Alkohol als die Flüssigkeit darunter. Man muss ihn nur auffangen und kondensieren.
Der Dampf steigt aus der Blase in die Kolonne, wo der Dephlegmator den schwereren Teil zurückschickt und den reicheren durchlässt. Dann erreicht er die Kühlung, wird wieder flüssig und läuft in die Vorlage — wo er in Fraktionen geteilt wird.
Ein Durchgang macht aus Maische keinen Rektifikat-Spiritus. Aus knapp zwanzig Prozent werden gut vierzig, mehr nicht. Höher kommt man nur durch Wiederholung — dafür gibt es die Rektifikation. Die Obergrenze bleibt das Azeotrop bei 95,6%.
Die rechtliche Seite
In Deutschland und Österreich ist das Herstellen von Ethylalkohol durch das Alkoholsteuerrecht geregelt; Brennen ohne Erlaubnis ist strafbar, und für den Eigenbedarf gibt es keine allgemeine Ausnahme. Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land und sind vielerorts streng. Die Inhalte hier sind historischer und erklärender Natur; die Verantwortung, im Rahmen des Gesetzes zu bleiben, liegt bei der Leserin und beim Leser.