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Kühler

Auch: Liebigkühler, Schlangenkühler, Kondensator

Hier wird der Dampf wieder zur Flüssigkeit. Das Rohr, durch das er strömt, verläuft innerhalb eines Mantels, der mit Kühlwasser gefüllt ist.

Das Wasser wird gegen die Strömungsrichtung des Dampfes geführt — hinein am Destillatausgang, hinaus am Dampfeingang. Das wirkt verkehrt herum, ergibt aber Sinn: das kälteste Wasser trifft auf bereits kühle Flüssigkeit, das erwärmte Wasser auf den heißesten Dampf. Die Temperaturdifferenz ist dann an jeder Stelle ähnlich und der Wärmeaustausch am wirksamsten. Im Gleichstrom funktioniert es auch, braucht aber deutlich mehr Wasser.

Die einfachste Bauart ist der Liebigkühler — ein Rohr im Mantel, nicht sehr leistungsfähig, dafür leicht zu bauen. Eine Schlange verlängert den Dampfweg bei gleicher Baulänge. Der Rohrbündelkühler mit vielen parallelen Rohren bietet die größte Austauschfläche und steckt in ernsthaften Anlagen.

Hier zeigt sich auch der Streit zwischen Glas und Metall am deutlichsten. Metall leitet Wärme hundertfach besser, kondensiert also bei gleicher Größe wirksamer. Glas zahlt es mit chemischer Gleichgültigkeit zurück — nichts geht daraus ins Destillat über. Diese Wahl wird im Ausrüstungs-Assistenten durchgespielt.